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Regelbedarf

Regelbedarf

Leistungen zum Lebensunterhalt nach dem SGB II

Seit dem 1. Januar 2005 gibt es Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (SGB II). Neben Dienstleistungen und Sachleistungen gehören dazu insbesondere das Arbeitslosengeld II (im Volksmund auch Hartz IV genannt) und das Sozialgeld.

Arbeitslosengeld II können alle erwerbsfähigen Personen erhalten, die hilfebedürftig sind. Sozialgeld steht nicht erwerbsfähigen Hilfebedürftigen zu, wenn mit einem erwerbsfähigen Hilfebedürftigen in einer​ Bedarfsgemeinschaft  leben und keinen Anspruch auf Sozialhilfe haben. Arbeitslosengeld II oder Sozialgeld sind Leistungen, die eine Grundsicherung des Lebensunterhalts gewährleisten sollen. Mit „Grundsicherung“ ist damit eine Absicherung des Mindestbedarfes gemeint, die zur Sicherung des Existenzminimums beiträgt.

Diese Absicherung ist für alle gedacht, die dafür zu wenige oder keine eigenen Mittel haben. Der Gesetzgeber hat in den so genannten Regelsätzen festgelegt, was dem Leistungsberechtigten hierbei zusteht. Leistungen kann man auch dann beziehen, wenn man zu wenig verdient, gleichgültig, ob man nun Arbeitnehmer oder als Selbstständiger erwerbstätig ist.

Arbeitslosengeld II und Sozialgeld werden aus Steuern finanziert, nicht aus der Arbeitslosenversicherung. Beide sind also nicht davon abhängig, ob der Antragsteller oder die Antragstellerin vorher versicherungspflichtig gearbeitet hat.

Für spezielle Fragen stehen die Fachkräfte des Jobcenter Landkreis Rastatt zur Seite.
 

 

Ab 1. Januar 2022 erhalten Empfänger von Arbeitslosengeld II, Sozialhilfe sowie Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung 0,76 Prozent mehr Geld. Mit der Anpassung gewährleisten die Regelsätze auch im kommenden Jahr ein menschenwürdiges Existenzminimum.

Diese Regelsätze gelten ab Januar 2022 (Veränderung gegenüber 2021 in Klammern)

 

Jährliche Fortschreibung der Regelbedarfe

Grundlage der Fortschreibung für 2022 sind die Bedarfssätze aus dem Jahr 2021. Das Statistische Bundesamt errechnet die sogenannte Fortschreibung der Regelbedarfe jährlich anhand eines Mischindex. Dieser setzt sich zu 70 Prozent aus der Preisentwicklung und zu 30 Prozent aus der Nettolohnentwicklung zusammen. 

Grundsätzlich festgelegt werden die Regelsätze auf Basis einer Einkaufs- und Verbraucherstichprobe (EVS). Diese wird alle fünf Jahre durchgeführt, zuletzt 2018. In den Jahren, in denen keine EVS durchgeführt wird, ist eine Fortschreibung der Regelbedarfsstufen vorgesehen.

Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten der Bundesregierung.